Die geografischen und kulturellen Reize eines Landes können noch so verlockend sein, wenn das Sicherheitsrisiko zu hoch ist, sollte man besser einen Umweg um die Region bzw. das betreffende Land in Südamerika und Lateinamerika machen. Gerade in Mittelamerika und Teilen der Karibik, aber auch im Norden Südamerikas gibt es einige Länder, bei denen ihr euch 2 mal überlegen solltet, ob ja oder nein. Natürlich wird nicht alles so heiß gegessen wie es gekocht wird, aber dennoch sind einige Regionen mit Vorsicht zu genießen Was heißt das genau?

Der Sicherheitsfaktor beim Reisen in Süd- und Lateinamerika

Nun ich will es mal so sagen: Ein Land kann durchaus als recht sicher gelten, hat aber doch Zonen vorzuweisen, die ihr besser nicht besuchen solltet. Außer ihr gehört zu den, in meinen Augen abartigen Slum- und Hochrisiko-Touristen, die sich aus purer Angeberei in Zonen wagen, die selbst für einheimische Sicherheitskräfte tabu sind. Nehmen wir als Beispiel eines der sichersten südamerikanischen Reiseländer Uruguay. In den sogenannten zonas rojas, die sich in den Randbezirken von Montevideo befinden, und als asentamientos – favelas, bekannt sind, fliegt das Blei tief und oft. In manche Zonen trauen sich nicht einmal die Uniformierten rein. Der Rest des Landes gilt hingegen als sicher.

Schlangen in Uruguay - Falsa Coral

Schlangen in Uruguay – Falsa Coral

Ähnliches gilt auch für das wohl gefährlichste Land Honduras Bei Weitem läuft man nicht überall Gefahr in Bandenkriege, Drogenschmuggel, Raubüberfälle, Mordanschläge und dergleichen bei einem Besuch des Landes hineinzugeraten, doch besser ihr bleibt aus den Randzonen der Hauptstadt weg. Ein alter schlauer Spruch besagt: Wer sich in Gefahr begibt, der kommt darin um. Mehr ist in den meisten Fällen nicht hinzuzufügen. Pech kann man immer mal haben – auch in Deutschland und dem restlichen zentralen Europa. Wie sieht es nun mit den gefährlichsten Ländern in Südamerika und Lateinamerika aus. Dazu ziehen wir eine Studie des Global Peace Index hinzu.

Der Global Peace Index für Südamerika, Mittelamerika, die Karibik und Lateinamerika

Was sagt und der Index aus? Laut einer Definition in Wikipedia gilt demnach, dass der Weltfriedensindex der Versuch ist, die Friedfertigkeit von Nationen und Regionen anhand eines relativen Vergleiches aufzuzeigen. Es werden dabei Punkte wie: Anzahl der geführten Kriege im In- und Ausland, geschätzte politische Instabilität, Grad des Respektes für Menschenrechte, Anzahl von Morden, Level des gewalttätigen Verbrechens, Zahl der Toten durch externe Kriege, geschätzte Zahl der Toten durch interne Kriege und einige mehr von einem Gremium von Friedensexperten aus allen Ländern ausgewertet. Um zu sehen wie es mit der lateinamerikanischen Region in Sachen Sicherheit, Frieden und Stabilität aussieht, geht ihr auf die Webseite visionofhumanity.org
Für Südamerika lässt sich folgende Liste erstellen – bei 162 ausgewerteten Ländern:

  • Kolumbien (146)
  • Venezuela (142)
  • Brasilien (103)
  • Peru (93)
  • Bolivien (90)
  • Paraguay (89)
  • Ecuador (85)
  • Argentinien (60)
  • Uruguay (44)
  • Chile (29)

Hinzu kommen Haiti auf Position 98, Kuba auf 82, Jamaika 109, Mexiko 144, Nicaragua 74, El Salvador 123.
Interessant ist, dass die USA auf Rang 94 zu finden ist. Nicht schlecht für unseren selbst ernannten Befreier und Peacemaker. Deutschland hingegen liegt auf Rang 16, was ziemlich gut für die Bedeutung des Landes in der Welt ist.

Baum des Todes

Die gefährlichsten Reiseländer – inklusive Gesundheitsrisiken laut der Travel Risk Map 2016

Damit aber noch nicht genug, denn die Reisesicherheit in Südamerika und Lateinamerika lässt sich noch ganz anders bewerten. Dazu nehmen wir die Travel Risk Map 2016 zur Hilfe. Hier geht es nicht nur um innen- und außenpolitische Probleme, sondern außerdem um Gesundheitsrisiken beim Reisen. Auf der Webseite .internationalsos.comseht ihr eine Kartenübersicht in Bezug auf länderbezogene Gesundheits- und Sicherheitsrisiken. Es erwarten euch spannende Infografiken auf der Seite auch zu Themen: Wie sich Traveler auf einen Trip nach Südamerika vorbereiten. Die meisten schauen übrigens zuerst nach den passenden Impfungen. Find ich sehr vernünftig. Für den Fall der Fälle. Hier noch eine Liste mit den besten Krankenhäusern in der Region.