Es gibt ja derzeit schon in einigen Ländern in Europa Gesetze gegen die Diskriminierung der Frau, Trans- und Homosexuellen etc. Meist stehen diese Gesetze allerdings nur auf dem Papier, da die Beweiserbringung schwerfällt. Genau um diesen Punkt geht es auch in Peru, denn dort haben die Behörden ein Gesetz gegen das Anbaggern und Anmachen von Frauen in der Öffentlichkeit durchgeboxt. Wer sich als Mann anzüglich in der Öffentlichkeit gegenüber einer Frau äussert, der muss mit Gefängnis rechnen. Das Gesetz findet allerdings weniger Zuspruch als erwartet, denn es öffnet falschen Anschuldigungen Tür und Tor. Wenn ihr also auf eurer Reisen durch Peru und dem südamerikanischen Kontinent Ärger mit den peruanischen Sittenwächtern vermeiden wollt, dann lasst dumme Sprüche. In Spanisch nennt sich so etwas piropo… die deutsche Übersetzung Schmeichelei passt aber gar nicht dazu, denn es handelt sich vielmehr um billige Anmachen im Stile von Hinterherpfeifen und das kann dann schon Diskriminierung sein.

Frauen anmachen in Spanisch – Anmachersprüche, die ziehen

Das Problem ist die Auslegung des Gesetzes. Sind deine Eltern Terroristen? – Du bist scharf wie eine Bombe. könnte ein Spruch sein, der euch ins Verderben reitet. Mit so etwas wird es dann schon richtig gefährlich: Ich bin neu in der Stadt – kannst du mir den Weg zu dir nach Hause zeigen? Der könnte als sexuelle Anspielung aufgefasst werden und das ist der Punkt. Sexuelle Diskriminierung!
Es muss ganz klar unterschieden werden zwischen einer Schmeichelei – piropo und einer sexuellen Belästigung – acoso sexual. Sollte es zu einer Anklage wegen einer sexuellen Belästigung kommen, dann das im Falle einer bestätigten Diskriminierung mit Gefängnis zwischen 3 und 12 Jahren bestraft werden. Richtig bitter wird es allerdings erst, wenn die Hände im Spiel sind. Dennoch ihr dürft euch südamerikanische Frauen nicht als Freiwild vorstellen. Sie haben ihre Rechte und wissen diese immer mehr einzusetzen. Vor allem in den Grossstadtregionen mit einem starken Anteil an mittlerer Bildungs- und Einkommensschicht.

Latina im gelben Bikini

Latina im gelben Bikini

Gefängnis für Anmache auf der Strasse in südamerikanischen Ländern

Mit Sprüchen wie: A veces me pregunto por qué mi vida es tan bonita, pero ahora ya lo sé: porque Dios te puso en ella oder aber Dicen que en el mundo ya no hay poesía. Eso no puede ser cierto porque tu sola existencia lo es. Werdet ihr sicherlich dank eures Akzents auch noch Bewunderung in den meisten Fällen ernten, doch besser ihr legt es erst gar nicht darauf an.
Banale Typen reizen in den südamerikanischen Strassen die Frauen mit Sprüchen wie „Mami, si te agarro te hago otro hijo„. Das ist ebenfalls eine Diskriminierung, die weitreichende unangenehme Folgen mit sich bringen könnte.
Kürzlich hat sich eine TV Reporterin in der peruanischen Hauptstadt Lima in weniger reizvoller Kleidung aber dennoch provokativ immer und immer wieder durch arbeitenden Männerherden bewegt, um deren Reaktion festzustellen und natürlich eine Diskriminierung zu provozieren. Das Ganze ging in die Hose. Es waren sicherlich wie in dem Video zu hören ist, Sprüche zu vernehmen, aber alles blieb im Rahmen.

Südamerika Frauen diskriminieren – der Ton macht die Musik

Manche Emanzen haben ein Problem damit angemacht zu werden. Aber ist es nicht vielleicht auch ein Teil der menschlichen Entwicklung, dass der Mann um eine Frau wirbt. Der Dummkopf macht es eben ungeschickt, der redegewandte Galan weiss um die richtigen Wörter und den passenden Ton und erntet die Blumen. Manche Frau wäre glücklich, wenn ihr jemand hinterher pfeifen würden. Dennoch alles soll im Rahmen bleiben. Im Übrigen gehen nicht alle südamerikanischen Länder gleich rigoros mit Beschuldigten um, doch in nahezu allen gibt es ein entsprechendes Diskiminerungsgesetz.

Auf was ausländische Frauen beim Reisen durch Südamerika achten sollten, findet ihr hier.

Sind Reisen durch Südamerika für Frauen gefährlich? Eine Antwort darauf hier.http://www.uruguay-erleben.de/frauenreise-uruguay-das-land-der-gauchos-entdecken/